Artikel: Hund in der Dachgeschosswohnung

Hund in der Dachgeschosswohnung
Was tun, wenn die Wohnung im Sommer einfach nicht abkühlt?
Draußen geht langsam die Sonne unter. Du reißt alle Fenster auf, hoffst auf eine frische Brise und schaust auf das Thermometer. 30 °C.
In der Wohnung.
Kommt dir bekannt vor?
Gerade Dachgeschosswohnungen heizen sich im Sommer extrem auf. Während wir nachts schlecht schlafen, können Hunde ihre Körpertemperatur oft noch schlechter regulieren. Die Folge: Hecheln, Unruhe und die Suche nach dem letzten kühlen Fleck in der Wohnung.
Zum Glück gibt es ein paar einfache Tricks, mit denen du deinem Hund die heißen Tage deutlich angenehmer machen kannst.
Warum Hitze in der Wohnung für Hunde so anstrengend ist
Hunde schwitzen nicht wie wir Menschen über die Haut. Sie regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch Hecheln und über ihre Pfoten.
Bleibt die Wohnung dauerhaft warm, fehlt dem Körper die Möglichkeit, sich ausreichend abzukühlen – selbst nachts.
Besonders betroffen sind:
- kleine Hunde
- Welpen
- Senioren
- brachyzephale Rassen wie Mops oder Französische Bulldogge
- Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen
Unsere besten Tipps für heiße Dachgeschosswohnungen
Nicht jede Wohnung lässt sich auf angenehme 22 Grad herunterkühlen. Mit diesen Tricks kannst du deinem Hund trotzdem etwas Erleichterung verschaffen.
Die kühle Höhle
Unser Lieblings-Hack.
Spanne ein leicht angefeuchtetes Baumwolltuch oder Laken über zwei Stühle. Durch die Verdunstung entsteht darunter ein angenehm kühler Rückzugsort, den viele Hunde von ganz alleine aufsuchen.
Noch angenehmer wird es, wenn du einen Ventilator auf niedrigster Stufe hinter die Höhle stellst. So entsteht eine sanfte Luftbewegung, ohne dass dein Hund direkt im Luftstrom liegt.
Keine direkte Zugluft: Ein Ventilator kann die Luft angenehm in Bewegung bringen. Richte ihn aber nicht dauerhaft direkt auf deinen Hund. Gerade Augen und Ohren reagieren auf ständige Zugluft empfindlich.
Kühle Liegeplätze
Viele Hunde ziehen sich im Sommer automatisch auf Fliesen oder Kühlmatten zurück. Das ist kein Zufall. Der kühle Untergrund hilft dabei, überschüssige Körperwärme abzugeben. Lass deinem Hund deshalb selbst entscheiden, wo er liegen möchte.
Wenn du deinem Hund Kühlakkus ins Körbchen legst, denke bitte dran: Kühlakkus gehören niemals direkt unter deinen Hund. Wickle sie stattdessen in ein Handtuch und lege sie unter eine dünne Decke. So entsteht ein angenehm kühler Liegeplatz, ohne dass der Hund direkten Kontakt mit der Kälte hat.
Feuchte Handtücher vor dem Fenster
Sobald die Außentemperatur unter der Innentemperatur liegt, heißt es: Fenster auf. Tagsüber bleiben Fenster, Rollläden oder Vorhänge möglichst geschlossen. So bleibt die Hitze deutlich länger draußen.
Ein leicht angefeuchtetes Handtuch vor einem geöffneten Fenster kann die einströmende Luft durch Verdunstung etwas abkühlen. Wunder darf man davon zwar nicht erwarten, an trockenen Sommertagen macht es die Raumluft aber oft etwas angenehmer.
Wasser immer griffbereit
Stelle mehrere Wassernäpfe in der Wohnung auf. Gerade wenn dein Hund zwischen verschiedenen Räumen wechselt, sollte frisches Wasser immer erreichbar sein.
Verzichte bewusst auf eiskaltes Wasser oder große Mengen Hundeeis, um deinen Hund herunterzukühlen. Frisches, kühles Leitungswasser ist die bessere Wahl.
Weniger Action ist völlig okay
Wenn es in der Wohnung schon 30 Grad hat, muss nicht auch noch Actionprogramm sein. Längere Spaziergänge, Ballspiele oder Training verschiebst du am besten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
Manchmal ist ein entspannter Mittagsschlaf einfach die beste Beschäftigung.
Pfoten statt den ganzen Hund abduschen
Viele greifen im Sommer sofort zum Gartenschlauch. Oft reicht es völlig aus, Pfoten und Beine mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser zu benetzen. Darüber kann dein Hund bereits Wärme abgeben, ohne dass der Körper plötzlich stark heruntergekühlt wird.
Sommer bedeutet auch Stress für den Körper
Hitze belastet nicht nur den Kreislauf. Viele Hunde schlafen mehr, fressen schlechter oder reagieren auf hohe Temperaturen und Veränderungen im Alltag mit einem empfindlicheren Magen.
Gerade wenn zur Hitze noch Ausflüge, Reisen oder lange Autofahrten dazukommen, beobachten viele Hundebesitzer weicheren Kot oder Verdauungsprobleme.
🐾 Scotties Sommer-Essential
In den Sommermonaten begleitet Scottie deshalb fast immer unser Magen-Darm-Pulver. Die natürliche Rezeptur mit Prä- und Probiotika unterstützt eine ausgeglichene Darmflora – ideal für Hunde mit empfindlichem Magen oder wenn Hitze, Reisen und ein veränderter Tagesablauf die Verdauung aus dem Gleichgewicht bringen.
Woran erkennst du, dass deinem Hund zu heiß wird?
Hecheln gehört im Sommer dazu. Diese Anzeichen solltest du trotzdem ernst nehmen:
- starkes Hecheln
- Teilnahmslosigkeit
- Taumeln
- dunkelrote Schleimhäute
- Erbrechen
- Krämpfe
Bringe deinen Hund sofort an einen kühlen Ort, biete frisches Wasser an und kontaktiere bei starken Symptomen umgehend eine Tierarztpraxis.
Scotties Sommertipp 🐾
Im Sommer verschwindet Scottie tagsüber fast immer im Badezimmer. Anfangs haben wir ihn ständig zurück ins Wohnzimmer gelockt. Heute wissen wir: Er hatte einfach den kühlsten Platz der Wohnung längst gefunden.
Seitdem lassen wir alle Türen offen und Scottie entscheidet selbst, wo er sich am wohlsten fühlt.
Manchmal kennen unsere Hunde die beste Lösung eben schon vor uns.
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